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Epidermiszellkultur

Die im Reagenzglas (auch „IN VITRO" genannt) gezüchteten Epidermistransplantate

bestehen aus körpereigenen epidermalen Zellen – den Keratinozyten. Diese Transplantate können in Abhängigkeit von den Erfordernissen der Wunde (Ausdehnung, Lokalisation, Geometrie) und entsprechend der Festlegung durch den behandelnden Arzt als Epidermishäutchen oder Epidermiszellsuspension angewendet werden.

Für die Behandlung von kleineren, Problematischen oder schwer heilenden Wunden

werden die epidermalen Zellen aus einer ca. briefmarkengroßen Hautprobe, die dem Patienten unter lokaler Betäubung von einer unauffälligen Stelle (z. B. „Bikini-Region“) entnommen wird, isoliert. Anschließend werden die Epidermiszellen in einem speziellen Kultursystem – der Zellkultur – unter standardisierten und streng überwachten Bedingungen, die auch der Kontrolle durch die Gesundheitsbehörden unterliegen, vermehrt. Das Zellwachstum wird durch eine Nährlösung angeregt. Die Keratinozyten heften sich auf dem Boden von speziellen Zellkulturgefäßen an und beginnen dort mit dem Wachstum.

Innerhalb einiger Tage

bilden sich in den Zellkulturgefäßen Inseln, die aus Epidermiszellen bestehen. Aus diesen Inseln kann die Epidermiszellsuspension (eine Suspension, die aus einzelnen Zellen besteht), für die Transplantation gewonnen werden. Bei längerer Kultivierung nehmen die Inseln immer mehr an Fläche zu und vereinigen sich zu einem geschlossenen Zellrasen, dem Epidermishäutchen (Keratinozytensheet). Dieses Epidermishäutchen besteht aus einem Zellverband mit mehreren Zellschichten. Das dünne und fragile Epidermishäutchen wird von den Zellkulturgefäßen abgelöst und auf einem Träger (als Material dient eine spezielle Vaseline-Gaze) fixiert, um eine bessere Handhabung bei der klinischen Anwendung zu ermöglichen. Dieses Trägermaterial wird nach dem Anwachsen der Zellen in der Wunde wieder vom Epidermishäutchen entfernt.

Epidermiszellsuspensionen bzw. Epidermishäutchen

werden entsprechend der angeforderten Zellmenge bzw. Fläche in einer Nährlösung in die Klinik transportiert und dort, exakt zum Transplantationstermin, dem anwendenden Arzt übergeben.

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